Donnerstag, 25. August 2011

Kalbskarbonade mit Pfifferlingscrêpe und Madeirasauce


Es soll ja vorkommen, dass ein Darsteller in der Nebenrolle unglaublich brilliert und so dem Hauptakteur regelrecht den Rang abläuft. Für solche Fälle hat Hollywood sogar einen eigenen Oscar ins Leben gerufen. So auch hier. Sicherlich war die sanft im Ofen gegarte Kalbskarbonade sehr lecker, J. machte sich daran noch bis in den späten Abend zu schaffen. Natürlich war das Madeirasößchen auch sehr schön, aber die extra dünnen Crêpes, gefüllt mit dieser unglaublich feinen Pfifferlingsfarce, waren einfach sensationell. Es bleibt ein ewiges Gesetz: das Einfache ist doch oft der pure Hochgenuss. Dann will ich nicht lange schwatzen und mach mal Platz für großen Auftritt am Tellerrand. Die Vorstellung kann beginnen... Trara!

  • Kalbskarbonade mit Pfifferlingscrêpe und Madeirasauce
  • für 4 Personen
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  • Kalbskarbonade, 600 g
  • Schalotten, 1-2 Stück
  • Madeira, 1/8 Liter
  • Kalbsfond, 400 ml
  • Thymian, 1-2 Zweiglein
  • Pfefferkörner, 5 Stück
  • Salz, Butterschmalz
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  • Pfifferlinge, 500 g
  • Schalotten, 2-3 Stück
  • Creme fraîche, 1-2 Esslöffel
  • Thymian, 1-2 Zweiglein
  • glatter Petersilie, 1-2 Zweiglein
  • Butterschmalz
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  • Mehl, 50 g
  • Wasser, 65 ml
  • Milch, 65 ml
  • Ei, 1 ganzes
  • Salz, 1 Prise
  1. Backofen auf 90 Grad vorheizen. Die Kalbskarbonade in einer Pfanne  mit heißem Butterschmalz kurz rundherum anbraten und mit einem Fleischthermometer für ca. 1 - 1/2 h Stunden bis auf eine Kerntemperatur von 58 Grad garen.
  2. Pfifferlinge putzen, sortieren und die schönsten zur Seite legen. Die restlichen Pilze sehr klein würfeln, ebenso die Schalotten. 
  3. Mehl, Wasser, Milch und Ei zu einem Crêpeteig verrühren und ca. 30 Minuten ruhen lassen.
  4. In einer beschichteten Pfanne die Pilzwürfel bei ordentlicher Hitze ohne Fett anbraten, dabei verdampft etwas Feuchtigkeit, dann die Schalotten, Thymian und Butter dazugeben und auf kleiner Flamme einige Minuten weiter garen. Abschließend Creme fraîche und die fein gehackte Petersilie unter die fertige Farce rühren.
  5. Für die Sauce: Schalotten fein würfeln, in etwas Butter anschwitzen mit Madeira ablöschen und Kalbsfond aufgießen. Thymian und Pfeffer dazugeben und alles gut einkochen. Die Sauce abseihen, abschmecken und mit eiskalten Butterwürfeln montieren (Ich hatte noch Parüren und Knochen, die ich erst angeröstet und dann mit gekocht habe).
  6. Crêpes backen, dann dünn mit der Pfifferlingsfarce bestreichen und aufrollen. Die schönen Pfifferlinge in heißem Butterschmalz bei ordentlicher Hitze anbraten, würzen und alles anrichten.

Kommentare:

  1. Hallo,

    das sieht ja sehr lecker aus und dank dem Rezept lässt es sich auch gut nachkochen.

    Vielen Dank

    Wir werden es mal testen.

    LG

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  2. Ich wusste es. Du lässt Dir immer schön viel Zeit zwischen den Posts und haust dann regelmäßig so einen Klopper raus! :)

    In Crepeteig gebe ich regelmäßig ein winziges Schlückchen Pastis, das gibt eine feine Note, egal ob für süße oder herzhafte.

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  3. Die Eierschwammerlpalatschinken schauen so köstlich aus, da würd ich fast das Fleisch vergessen ;-)

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  4. @Kerbie: viel Erfolg dabei

    @Astrid: Danke für den Tipp, werden ich mal probieren. Jedoch ist die Wahrheit zu meinem Blogging Frequenz eher doch auf viel, viel Arbeit zurückzuführen.

    @Ellja: kann man ja auch als Hauptgang servieren und ich habe auch absichtlich auf irgendwelchen Speck in den Crepes verzichtet.

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  5. Das was du hier so schön gewickelt hast, schichte ich gerne zu einer Palatschinken-Torte. Ich brauch auch kein Fleisch dazu, aber die Sauce würde ich schon dazu nehmen!

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  6. So eine Mini-Törtchen könnte ich mir auch wunderbar als Beilage vorstellen.

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