Dienstag, 17. Mai 2011

Pandaneis, Rhabarber und Erdbeerragout


Erdbeeren und Rhababer sind ein klassisches Duo und daran ist auch eigentlich nichts auszusetzen. Aber was um Himmelswillen ist nur Pandaneis? Zuerst möchte ich alle Vegetarier und Tierschützer beruhigen - es ist keine Pandabären-Eiscreme mit würzigem Fleischaroma - natürlich nicht! Vielmehr stammen die Pandanblätter von einer in Südostasien weit verbreiteten Gewürzpflanze, die häufig zusammen mit Reisgerichten verwendet wird. Der Duft und das Aroma der Blätter erinnert an Vanille und Nuss. Es harmoniert sehr schön mit Milchprodukten aller Art. Die Blätter kann man im Bündel und für kleines Geld in jeden gut sortieren Asia-Laden finden. Sie sollten möglichst frisch verarbeitet werden, dann ist das Aroma besonders rund und intensiv. Die Stiele werden für das Eis sehr fein geschnitten, dann in der Flüssigkeit kurz aufgekocht, um Sie anschließend darin ziehen zu lassen. Nach diesem Verfahren kann man übrigens fast jede Eisbasis mit einem exotischen Geschmack parfümieren. Die Schwierigkeit besteht meist eher darin, die richtige Menge zu finden. Diese Hürde ist hier bereits genommen worden, so dass einer ungewöhnlichen Kombination mit klassischen Zutaten nichts mehr im Wege steht.




  • Pandaneis, Rhabarber und Erdbeerragout
  • für 4 Personen
  • frei nach Matthias Ludwigs
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  • Rhabarber, 12 Stangen
  • Grenadine, Wasser, Zucker
  • Erdbeeren, 500 g
  • Thymianhonig, 1-2 Teelöffel
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  • Pandanblätter, 3 Stück
  • Sahne,  300 ml
  • Milch, 300 ml
  • Eigelb, 5 Stück
  • Zucker, 120 g
  • weiße Kuvertüre, 20 g
  • weißer Rum, 10 ml
  1. Für die Eiscreme: Milch, Sahne, Zucker und klein geschnittene Pandanblättern aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen. Eigelb über dem Wasserbad aufschlagen, die heiße Pandan-Milch-Sahne-Mischung durch ein Sieb dazugeben und zur Rose abziehen. Abschliessend die kleingehackte Kuvertüre und den Rum unterheben und die Massen für mehrere Stunden im Kühlschrank reifen lassen. Danach die Masse in einer Eismaschine zu Eiscreme drehen.
  2. Für den Rhabarber: Wasser und Zucker im Verhältnis 10:1 aufkochen, Grenadine dazugeben, vom Herd nehmen und die passend geschnittenen Stangen ca. 15-20 Minuten im Sud ziehen lassen. Wichtig: die Stangen dürfen nicht zu weich werden und sollten, sobald diese gar sind, sofort herausgenommen und kühl aufbewahrt werden. Alternativ kann man den Rhabarber auch im Backofen zubereiten.
  3. Für die Erdbeeren: das Obst kurz vor dem servieren putzen, vierteln und mit etwas guten Thymianhonig ordentlich verrühren, so dass etwas Saft entsteht.
  4. Rhabarberstangen anrichten, Eis portionieren und Erdbeeren dazugeben.


    Kommentare:

    1. Bei meinem Asia-Laden gibt es die Pandanblätter leider nicht. Denn ich mag den Geschmack auch sehr gerne udn hätte für ein morgen kurzfristig geplantes Asia-Menu gerne ein Pandanparfait gemacht.
      Sehr schön angerichtet!

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    2. @Eline: oh, dass ist aber schade. Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass die Blätter auf im Versand zu haben sind... leider wird das bis morgen wohl nichts mehr.

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    3. Ich bin sischer, mit etwas Vorplanung bekomme ich die Blätter auch frisch. Den Extrakt mag ich nicht so. Als Ersatz gibt es heute geeistes Mangofool und Maracujasorbet.

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    4. @Eline: das klingt ebenso verlockend.

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    5. Dein Rhabarber sieht toll aus! Den Trick mit Granadinesirup muss ich mir merken. Und die Pandanblätter sind auch sehr interessant. Muß ich mal beim nächsten Asiahändler-Besuch danach schaun.

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    6. Matthias Ludwigs24. Januar 2012 um 15:24

      Es ist doch wirklich schön zu sehen, daß die Idee meines Buches so gut aufgegriffen und umgesetzt wird!

      Vielen Dank dafür!

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    7. @Matthias: Danke für deinen Besuch :-). Dein Buch ist für mich immer wieder eine der besten Inspirationsquellen.

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