Sonntag, 25. Juli 2010

Grüntee-Joghurt-Eis

Sicherlich - eher eine ungewöhnliche Kombination: Tee und Eiscreme. Seit einiger Zeit begegneten mir im Internet, in Zeitschriften und in Kochbüchern immer mal wieder Rezepte auf Basis von Grüntee (Matcha). Irgendwann war die Versuchung zu groß und prompt war das Probepaket bestellt - schließlich wollte ich endlich mal wissen, ob der Hype, um diesen tollen Tee wirklich begründet ist. Als passionierter Teetrinker a.D. - ja ich bin geständig und oute mich hier als Espresso Konvertit, fühle ich mich eigentlich mit Darjeelings, Olongs, etc. recht gut vertraut  - doch diese Spezialität hatte ich bis dato noch nicht getestet.

 

Ersteinmal zum Grundprodukt: Matcha - ist ein hochwertiger japanischer grüner Tee der ausschließlich aus Tencha-Blättern gewonnen wird. Die Blätter der beschatteten Teesträucher werden nur einmal im Jahr geerntet. Nach der Ernte wird das Blatt von sämtlichen harten Teilen wie z.B. Stengel, Rippe, etc. befreit und diese dann in einer Granitmühle 1 Stunde lang zu einem sehr feinen leuchtend grünen Pulver vermahlen. Dieses aufwendige Verfahren erklärt auch, warum Matcha als der teuerste Grüntee schlechthin gilt. Der interessierte Leser darf für ca. 30 g ca. 20 Euro kalkulieren. Der Tee ist elementarer Bestandteil der japanischen Teezeremonie und wird mit ca 100 ml Wasser, welches auf maximal 80 Grad erhitzt werden darf, in einer Schale mit einem kleinen Bambusbesen (Chasen) schaumig geschlagen.

Matcha wird neben der traditionellen Zubereitung als Tee gern auch für Desserts auf Milchbasis, Sorbets, Eiscremes und Gebäck verwendet. Der Geschmack lässt sich mit leicht süßlich und herb beschreiben. Die intensive grüne Farbe bietet viele Möglichkeiten das Teepulver für diverse Speisen zu verwendet.


  • Grüntee-Joghurt-Eis
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  • Jogurt 1,5 % Fett, 500 g
  • feiner Zucker, 4 Esslöffel
  • Matcha, 2 gestrichene Teelöffel
Joghurt und Zucker mit einem Schneebesen gut verrühren, Matcha dazugeben und in Masse im Kühlschrank für einige Zeit vorkühlen. Die Creme in eine Eismachine füllen und für ca. 30 Minuten entsprechend der Anleitung des Herstellers zu gefrieren lassen.
Fazit: herrlich erfrischend, leicht herbes Eis, dass sich auch wunderbar als Zwischengang eignen würde.

Kommentare:

  1. Matcha hab ich noch nie probiert. Die chinesischen Grüntees sind im Geschmack alle sehr fein, aber dezent, besonders bei kalkhaltigem Wasser, so dass bislang kein Wunsch auf ein Eis aufkam. Wenn Matcha intensiver schmeckt, dann gefällt mir daran, dass das Aroma davon, und nicht von Zitronen oder Limetten kommt.

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  2. Ich hab auch noch ein Päckchen, deutlich kleiner als deine Dose, herumliegen.
    Jetzt kenn ich zumindest mal den Hintergrund von dem Pulver, danke ;o)

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  3. Das finde ich sehr informativ. Matcha habe ich immer im Haus, fehlt noch der Joghurt.

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  4. Matcha Latte, Matcha in Hefepfannkuchen und Matcha-Eis auf Vanilleeis Basis kenne ich. Die Joghurt Variante klingt sehr erfrischend. Toller Blog und tolle Fotos!

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  5. @missboulette: verträgt sich wunderbar mit milchigem aller Art.

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