Dienstag, 28. Juni 2011

Quickie: Estragon-Joghurt-Mousse mit Rhabarber


Estragon-Joghurt-Mousse, mit Rhabarberkompott und gerösteten Haselnüssen: diese ungewöhnliche Kombination ist relativ schnell zubereitet und ein tolles Geschmackserlebnis. Ich könnte mir vorstellen, dass selbst Dessertmuffel sich hiermit anfreunden könnten. Die Idee stammt von Matthias Ludwigs, dass Rezept wurde jedoch wie meist, etwas verändert. Bei Estragon denkt man normalerweise nicht an Süßspeisen, jedoch empfehle ich dringend, vielleicht im Eigenversuch, sich vom Gegenteil zu überzeugen. Sehr schön ist auch der Dreiklang aus cremigen, fruchtig-säuerlichen und knusprigen Zutaten. Wer es besonders eilig hat, kann das Haselnusskrokant auch ganz einfach mit zerbröselten Amaretti ersetzen. Kleiner Hinweis zum Schluss: gemeinhin wird im Handel oft zwischen zwei verschiedenen Estragonarten unterschieden: dem deutschen und dem russischen. Letzterer duftet kaum und besitzt eher ein herbes Aroma.

  • Estragon-Joghurt-Mousse mit Rhabarber und gerösteten Haselnüssen
  • für 6 Personen nach Matthias Ludwigs
  •    
  • Natur-Joghurt, 250 g
  • Sahne, 200 ml
  • Gelatine, 4 Blatt
  • frischer deutscher/französischer Estragon mit Stiel, 8 g
  • Zucker, 50 g
  • Zucker, 15 g
  • Eigelb, 2 Stück
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  • Himbeer-Rhabarber Kompott
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  • Haselnüsseblättchen, 6 Esslöffel
  • Puderzucker, 1/2 Esslöffel
  1. Estragon von den Stielen zupfen, sehr fein hacken, zu dem Joghurt geben und mit den 50 g Zucker glattrühren.
  2. Gelatine einweichen, etwas Joghurt erwärmen und diese darin auflösen.
  3. Eigelb und restlichen Zucker über dem warmen Wasserbad cremig dick aufschlagen, danach auf 35 Grad abkühlen lassen (sonst fällt die Sahne zusammen) und anschließend zur Joghurtmasse geben.
  4. Sahne aufschlagen (nicht zu steif), erst ein Drittel zur Homogenisierung und dann den Rest unterheben. Das Mousse in Gläser füllen und für 2-3 Stunden im Kühlschrank kaltstellen.
  5. Rhabarber wie hier zubereiten (1/3 der dortigen Menge), abkühlen lassen und auf das Mousse verteilen.
  6. Haselnussblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten zum Schluß mit etwas Puderzucker leicht karamellisieren.

Kommentare:

  1. Klingt toll! Da mein Estragon sich dieses Jahr besonders wohl fühlt, werd ich das Rezept auf alle Fälle demnächst mal ausprobieren.

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  2. Interessante Idee mit dem Estragon, kann ich mir gut vorstellen. Basilikum in Desserts kenne und mag ich schon. In meinem Garten steht übrigens ein französischer.

    Und jetzt mal zur reisserischen Überschrift! Und wir müssen uns vorwerfen lassen, wir würden mit Sex auf unseren Blog aufmerksam machen wollen. Können wir jetzt im nächsten Beitrag von Dir mit plüschigen jungen Tieren rechnen O:-)?

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  3. Jetzt wollte ich schon neunmalklug schreiben, wo ist denn der Französische Estragon, dabei hast du dann dochim Rezept davon geschreiben. Ich wusste nicht, dass man den französischen Estragon auch den deutschen nennt. Mögen tu ich Estragon eigentlich gar nicht: weder als die ziemlich unattraktive, wuchernde Staude im Garten noch als Gewürz. Aber vielleicht würdfe ich ihn als Dessert mögen? Klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Rezept.

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  4. Hach! Noch ein Rezept, damit ich mit meiner Estragon-Schwemme fertig werde. Danke!
    Jetzt muss ich nur noch schauen, wo ich außerhalb der Saison Rhabarber herkriege.

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  5. @Daniela: erwarte einen Bericht!

    @Toni: Nun eigentlich wollte ich sogar zum Thema "Quickie" sogar etwas weiter ausholen und auf die oder den einen oder anderen Blogger verweisen, aber da habe ich mir dann doch lieber auf die Zunge gebissen...

    @Eline: optisch macht das Kraut wirklich nicht viel her, jedoch geschmacklich finde ich es recht interessant (Weißweinsauce mit Estragon zu Geflügel ist wirklich gut :-)

    @Turbo: siehste schon ist Abhilfe geschaffen.

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  6. Ach Andreas, der Praktikant ist doch hart im Nehmen :))))

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