Montag, 15. November 2010

Quittengelee


Quittengelee ist eine feine und leckere Sache, wenn man anständige Früchte finden kann. Noch besser ist es natürlich, wenn man einen tollen Baum im eigenen Garten zu stehen hat. Leider kann ich nicht auf Früchte aus eigener Ernte zurückgreifen, jedoch bin ich bei meinem Apfelhändler des Vertrauens, auf dem Hamburger Goldbekmarkt, dieses Jahr fündig geworden. Seine Quitten stammen auf jeden Fall aus eigenem Anbau und sind sowohl vom Duft als auch vom Aroma besonders intensiv.
Aufgrund dieser wunderbaren Quelle hatte ich dieses Jahr die Gelegenheit jeden Menge der Früchte zu verarbeiten. Sei es als Geleewürfel zur Wachel-Steinpliz-Terrine oder geschmort zur Kalbsleber auf Kartoffelstampf - beides war einfach unschlagbar. Deshalb habe ich noch schnell 3 Kilo erstanden, bevor die Vorräte zu Ende gehen. Daraus habe ich einen unkomplizierten und leckeren Brotaufstrich gezaubert, der sicherlich nicht den Winter überstehen wird - davon bin ich überzeugt.


  • Quittengelee
  • für ca. 10 Gläser 
  •  
  • Quitten, 3 kg
  • Wasser
  • Zitronensaft, von 1 Frucht
  • 3:1 Gelierzucker
  1. Quitten mit einem Tuch oder Küchenkrepp abreiben und wachsen. Die Früchte grob stammt Schale und Kerngehäuse grob verteilen und in einem großen Topf mit soviel Wasser aufsetzen, dass diese bedeckt sind.
  2. Quitten für 40 Minuten bei kleiner Hitze kochen und dann am besten über Nacht im Sud ziehen lassen. Dadurch erhält das Gelee seine schöne orange-rote Färbung.
  3. Sud und Früchte durch ein Spitzsieb abseihen, vorsichtig ausdrücken und dann nochmals durch ein feines Sieb oder durch ein Tuch geben.
  4. Furchtsaft abmessen und mit der notwendigen Menge Gelierzucker plus Zitronensaft aufkochen und sofort in Einmachgläser füllen.

Kommentare:

  1. Quittengelee zu Kalbsleber hab ich auch schon für mich entdeckt. Feine Kombination. Letztes Jahr war ich im Quittenfieber und hab soviel gekocht, das reicht bestimmt noch die nächsten zwei Jahre. Deswegen setz ich jetzt mal aus.

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  2. Essen mag ich Quitten leider nicht. Aber sie riechen einfach super, wenn man sie in der Wohnung hat.

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  3. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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  4. Ich hab freundlicherweise auch wieder welche aus Nachbars Garten geschenkt bekommen. Allerdings hab ich noch Gelee vom letzten Jahr und deswegen ein paar Gläschen Chutney gemacht.

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  5. Ich liebe Quitte: als Beilage zu Fleisch, das Gelee heiss auf eine dünne Apfeltarte gepinselt, den Quittenkäse zu Stilton, oder wie heute mittags: Quittensaft als Getränk.
    Quittengelee bekomme ich bei meiner Gemüsefrau, der ich das Einkochen von süssen Köstlichkeiten gerne überlasse (und mich auf die scharfen Chilisaucen konzentriere).

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  6. Hab ich auch noch vom letzten Jahr. Die süssen Sachen bleiben bei uns einfach liegen.

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  7. Ich hab's noch vor mir. Bei kommt Pompelmo-Saft hinein.

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  8. @Toni: mal sehen wie lange unsere Vorräte so reichen. Wahrsc

    @Bengelchen: auch als Deko prima, sie halten sich ja fast ewig.

    @Heinz: auf jeden Fall... aber wichtig, unbedingt die duftenden Sorten probieren.

    @Suse: Chutney gibt es bei mir im nächsten Jahr.

    @Eline: gute Quellen sind gold wert, dann bleibt auch Zeit für was Scharfes.

    @TFK: auch eine gute Idee.

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  9. Letztes Jahr habe ich bestimmt 50 Gläser Quittengelee gekocht... - davon zehren wir immer noch!
    Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, Sachertorten mit Quittengelee statt Aprikosenkonfitüre zu füllen, damit die Gläser weniger werden ;-)

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  10. @Monika: gute Idee, habe ich auch schon daran gedacht. Hast du für die Sacher ein bestimmtes Rezept?

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  11. Tolle Fotos. es ist wunderschön ! Bravo

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  12. Quittengelee gabs bei mir noch nie, wär aber devinitiv mal einen Versuch wert! Tolle Fotos! :-)

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  13. Tolle Fotos! Ich liebe Quittengelee und bin sehr froh, dass ich zwei Bäumchen mein Eigen nennen darf. :-)

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  14. Die Fotos sehen wirklich total lecker aus! Leider hab ich keine Quitten auf dem Markt bekommen. Aber ich werde weitersuchen ;-) Letztes Jahr habe ich Quittenbrot geschenkt bekommen, das ist leider so süß, dass einem die Zähne wehtun. Kennt jemand ein Rezept, in dem ich es verwursten könnte?

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  15. @Aurélie: Danke schön.

    @Sylvia: unbedingt probieren, solange es noch Früchte gibt.

    @Zorra: Ich liebe es auch und finde es schade, dass wir keinen Baum haben.

    @Max: Quittenbrot scheidet die Geister. Manche fliegen darauf und andere finde es nur eklig. Weiter suchen!

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